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  Publikationen  
  Claustrophobie während der Magnetresonanztomographie
  Pet/CT-Untersuchung

Marc Dewey, MD, Tania Schink, MS, Charles F. Dewey, MD

Zielsetzung
Claustrophobe Reaktionen während magnetresonanztomographischer (MRT) Untersuchungen sind ein häufiges Problem, das eine anxiolytische Sedierung der Patienten induziert, den Arbeitsablauf behindert und somit zu Kostenerhöhungen führt. Wir untersuchten das Potenzial eines neu entwickelten MR-Tomographen zur Reduktion claustrophober Reaktionen.

  Material und Methodik
Insgesamt wurden 55734 konsekutive Patienten in diese Beobachtungsstudie eingeschlossen, um die Rate der claustrophoben Reaktionen an einem konventionellen MR-Tomographen (Magnetom Impact, Siemens Medical Solutions, 42998 Patienten) mit der an einem neu entwickelten MR-Tomographen (Magnetom Avanto, Siemens Medical Solutions, 12736 Patienten) zu vergleichen. Der moderne MR-Tomograph besitzt eine um 30 dB(A) verringerte Lautstärke, einen verkürzten Innenraum (1,6 m) und eine weite konisch geformte Öffnung (0,6 m). Claustrophobe Reaktionen wurden definiert als Angst- bzw. Panikreaktionen, die die MRT-Untersuchung verhinderten oder einer intravenöse Sedierung mit Benzodiazepinen bedurften. Eine multivariate logistische Regression wurde zur Adjustierung für das nicht-randomisierte Design angewendet.
  Ergebnisse
Die Rate claustrophober Reaktionen war mit dem neu entwickelten MR-Tomographen signifikant geringer (0,7%; 95% Konfidenzinterval: 0,6-0,9%) als mit dem konventionellen Tomographen (2,1%; 95% Konfidenzinterval: 2,0-2,3%; p<0,001) mit einer adjustierten Odds-Ratio von 3.1 (95% Konfidenzinterval: 2,5-3,9). Die MRT-Untersuchungen wurden an dem modernen Tomographen signifikant seltener durch claustrophobe Reaktionen verhindert (p<0,001) und des weiteren war die Notwendigkeit einer intravenösen Sedierung mit dem neu entwickelten MR-Tomographen signifikant geringer (p<0,001). In der intraindividuellen Analyse von 2630 Patienten, die an beiden Tomographen untersucht wurden war die Rate claustrophober Reaktionen ebenfalls signifikant geringer mit dem kürzeren Tomographen (0.7% [Konfidenzinterval: 0,4-1,1%] vs. 2.2% [Konfidenzinterval: 1,7-2,9%]; p<0,001).
  Schlussfolgerungen
Claustrophobe Reaktionen während MRT-Untersuchungen können mit neu entwickelten patientenfreundlich gestalteten MR-Tomographen um den Faktor 3 verringert werden.
   
 

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