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Häufig gestellte Fragen zur Magnetresonanztomographie

Was ist MRT?
MRT ist ein Verfahren, um auf einfache Weise ins Körperinnere zu sehen. Ein MR-Scanner verwendet keine Röntgenstrahlen, sondern ein Magnetfeld und Radiowellen, um außergewöhnlich klare Bilder des Kopfes, der Wirbelsäule, der Gewebestrukturen oder anderer Teile des Körpers zu erzeugen. Diese Bildgebungstechnik ist nichtinvasiv.

Sind MR Scanners gefährlich?
Diese Bildgebungstechnik ist nichtinvasiv. Je nachdem, welche Informationen Ihr Arzt benötigt, muss vor dem MR Scan eventuell Kontrastmittel intravenös gespritzt werden, um bestimmte Strukturen in Ihrem Körper besser darstellen zu können. Dieses wird Ihnen von einer/m speziell ausgebildeten MTRA verabreicht.

Was versteht man unter Feldstärke?
Jedes Magnetfeld besitzt eine Kraftwirkung auf magnetische und magnetisierbare Teilchen. Die Verteilung dieser Kraftwirkung symbolisiert man durch magnetische Feldlinien. Die Stärke dieser Kraft an jedem Ort des Raumes nennt man magnetische Induktion. In der MR-Technik hat sich der Begriff Magnetische Feldstärke eingebürgert. Ihre Einheit beträgt 1 Tesla, das ist etwa 20.000 mal so stark wie das Magnetfeld der Erde. Ein Magnetfeld, das überall die gleiche Feldstärke besitzt, nennt man homogen. Die Feldlinien eines homogenen Feldes zeichnet man konsequenterweise als parallele Geraden. Ein Magnetfeld, das sich nicht ändert, nennt man statisch.

Warum gibt es offene und geschlossene MR Systeme?
Die Nachteile der röhrenförmigen Systeme führt dazu, neue Wege zu beschreiten, um offene, patientenzugänglichere Systeme zu bauen. Sie ermöglichen ebenso wie die röhrenförmigen Systeme die Untersuchung aller Körperregionen. Offene Systeme eignen sich darüber hinaus vor allem für interventionelle Verfahren und beispielsweise für Bewegungsstudien der Gelenke. Bis zu drei Seiten werden bei offenen Systemen für einen direkten Zugang offen gehalten. Durch ihre Bauweise besitzen sie in den meisten Fällen eine geringere Feldstärke und geringere Homogenität als röhrenförmige Systeme.

Wie bereite ich mich auf eine MR Untersuchung vor?
Jegliche metallische Substanz an oder in Ihrem Körper kann die Qualität der Diagnosebilder beeinträchtigen. Wenn die metallischen Teile in das magnetische Feld gelangen, kann dies auch zu Unbehagen oder Verletzungen führen. Bitte weisen Sie unbedingt auf eine bestehende Schwangerschaft hin.

Was muss das MR Personal alles von mir wissen, um die Aufnahme machen zu können?
Haben Sie Aneurysmenclips, einen Herzschrittmacher, einen implantierten Kardioverter-Defibrillator, ein elektromagnetische(s) oder magnetisch aktivierte(s) Implantat bzw. Prothese, ein Neurostimulationssystem, einen Rückenmarkstimulator, ein Cochleaimplantat oder implantiertes Hörgerät, eine Insulin- oder Infusionspumpe, ein implantiertes Medikamenteninfusionsgerät, irgendeine Prothese, irgendein Implantat, eine künstliche bzw. prothetische Extremität, Metallsplitter oder Fremdkörper, ein externes oder internes Metallobjekt, ein Hörgerät? Sollten Sie eins oder mehrere dieser Punkte haben, müssen Sie dies dem Personal unbedingt vor der Untersuchung mitteilen.

Ist eine MR Aufnahme im Grunde genommen nicht das gleiche wie eine CT Aufnahme?
MR und CT sind beides Schnittbildverfahren. MR funktioniert im Vergleich zu CT jedoch ohne Röntgenstrahlung, sondern mittels eines Magnetfeldes und Radiowellen.

Wie erfahre ich das Ergebnis, wenn eine MR Aufnahme von mir gemacht wurde?
Der Radiologe sieht sich die Bilder Ihrer Untersuchung an und gibt seinen Befund an Ihren Arzt weiter. Dann bespricht Ihr Arzt die Ergebnisse mit Ihnen und erklärt Ihnen, was diese in Bezug auf Ihre Gesundheit bedeuten.

Muss ich bei der MR Aufnahme still liegen?
Um möglichst klare Bilder zu erhalten, ist es wichtig, dass Sie sehr ruhig und entspannt liegen. In manchen Fällen werden Sie gebeten, bis zu 30 Sekunden lang den Atem anzuhalten. Jegliche Bewegung, insbesondere Ihres Kopfes und Rückens, selbst die Bewegung des Kiefers beim Sprechen, während des Scans verschlechtert die Bildqualität erheblich.

In welchem Fall macht man eine MR Aufnahme?
Der primäre Anwendungsbereich ist die Darstellung der Morphologie, der Gewebestrukturen in einer Serie von Schnittbildern durch den Körper.
Die MR Bildgebung zeichnet sich durch drei große Vorzüge aus: hervorragender Weichteilkontrast mit hoher Bildauflösung, Darstellung mehrerer Schichten und schräge Schnittführung, keine ionisierende Strahlung. Mit modernen MR-Systemen lässt sich der gesamte Körper schnell von Kopf bis Fuß untersuchen. Beispielsweise ist eine Aufnahme der vollständigen Wirbelsäule in nur zwei Schritten möglich.

Die Kardiovaskuläre MR-Bildgebung profitiert besonders von der Stärke der Magnetresonanztomographie, Schnittbilder beliebiger Orientierung mit hoher räumlicher und zeitlicher Auflösung zu erzeugen. Voraussetzung für eine aussagekräftige Darstellung sind leistungsfähige Gradienten, hervorragende Pulssequenzen und eine robuste, schnelle Hardware.

Die kontrastverstärkte MR-Angiographie hat große Fortschritte gemacht. Eine exzellente Detailzeichnung der Blutgefäße wir in nur wenigen Sekunden Messzeit erreicht.
Die MR-Bildgebung hat auch Einzug in die Gastroenterologie genommen. Bestimmte Pulssequenzen ermöglichen sowohl die Darstellung anatomischer Details als auch dynamische angiographische Information.

Hochauflösende Bilder mit guten Kontrast sind die Grundlage für eine präzise Befundung auch bei der Darstellung von Gelenken und Gelenkspalten.

Eine revolutionäre Anwendung der MRT ist die funktionelle Neurobildgebung.




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