Häufig gestellte Fragen zum Thema Computertomographie
Was
ist CT?
CT ist ein seit 1974 eingesetztes röntgentechnisches Verfahren,
bei dem eine bestimmte Region Ihres Körpers Schicht für
Schicht sichtbar gemacht wird. Heutzutage ist die CT-Technik in
der Medizin zu einem unentbehrlichen Hilfsmittel geworden. Sie wird
für Routineuntersuchungen am gesamten Körper eingesetzt.
Fachleute sprechen bei der CT-Untersuchung nicht von einer Bildaufnahme,
sondern von einem "Scanning". Beim Scannen handelt es
sich um ein computergesteuertes, elektronisches Verfahren, vergleichbar
mit der digitalen Fotografie. Aber ob Sie es nun Scan oder Bild
nennen: Am Ende der Untersuchung haben Sie und Ihr Arzt eine ungemein
genaue Abbildung vom Innenleben Ihres Körpers vor Augen. Und
genau darauf kommt es an!
Wie
funktioniert die Computertomographie?
Bei CT liegen Sie auf einer bequemen Untersuchungsliege, die ganz
langsam durch die Öffnung des Gerätes geschoben wird.
Gleichzeitig kreist der Röntgenring im Inneren des Gerätes
um die Untersuchungsliege und macht dabei Röntgenaufnahmen.
Auf diese Weise kann CT große Teile Ihres Körpers in
einer Untersuchung erfassen. Normalerweise wird ein Organbereich
untersucht - z.B. die Bauchregion oder der Kopf.
Die so gemessenen Werte werden dann in einem komplizierten Computerverfahren
in Bilder umgewandelt.Es sind Querschnittsbilder von sehr dünnen
Schichten Ihres Körperinneren. So sind auch in den meisten
Fällen kleinste Krankheitsprozesse erkennbar. Nach der Untersuchung
können mit Hilfe der Computerbearbeitung 2D- oder sogar 3D-Bilder
von allen Körperebenen erstellt werden.
Ist
eine CT Untersuchung gefährlich?
Die Computertomographie hat sich in den letzen Jahren zu einer
unentbehrlichen Methode für die sanfte, nicht-invasive Untersuchung
des Körpers entwickelt. Von der Erstellung der Bilder spüren
Sie bei einer CT genauso wenig wie bei herkömmlichen Röntgenuntersuchungen.
Die moderne CT-Technologie arbeitet heute mit der Vorgabe einer
möglichst geringen Strahlendosis bei möglichst schneller
Untersuchung. Um dies zu unterstützen, besitzen Siemens CT-Scanner
ein technisches Maßnahmenpaket, das zur Reduzierung der Strahlendosis
beiträgt.
Wie
sehr belasten die Röntgenstrahlen bei einer CT Aufnahme?
Bei einer Computertomographie wird mit Röntgenstrahlung gearbeitet.
Dabei wird die Strahlenbelastung für Sie so gering wie möglich
gehalten. Das kompetente und erfahrene CT-Personal greift heute
auf eine ganze Reihe von Funktionen zur Reduzierung der Strahlendosis
zurück. Die Technologie moderner Computertomographen ist auf
die konsequente Verringerung der Strahlendosis für Patienten
und Personal ausgerichtet. So tragen das Detektor-Design und die
speziellen Detektor-Materialien sehr zur Strahlenreduzierung bei.
Moderne CT-Geräte arbeiten nach der Vorgabe: möglichst
geringe Strahlendosis bei möglichst schneller Untersuchung
- und liefern dabei eine ausgezeichnete Bildqualität. Außerdem
besitzen beispielsweise Siemens-CT-Scanner ein Maßnahmen-Paket,
das zur Reduzierung der Strahlendosis entwickelt wurde. Die Strahlendosis
bei einer Lungen-CT ist heute niedriger als bei einer herkömmlichen
Röntgenuntersuchung der Lunge vor ungefähr 10 Jahren.
Trotzdem sind Röntgenstrahlen für ungeborenes Leben schädlich.
Deshalb sollten sich schwangere Frauen einer Computertomographie
nicht unterziehen.
Die Computertomographie hat sich in der Medizin als sichere Methode
zur Diagnose unterschiedlicher Erkrankungen bewährt. Die Ablehnung
einer solchen Untersuchung aus Bedenken gegenüber der Strahlendosis
steht in keinem Verhältnis zu dem Risiko einer nicht geklärten
Erkrankung.
Wie
bereite ich mich auf die CT Untersuchung vor?
Ihre Kooperation ist erforderlich, um optimale Ergebnisse zu erzielen.
Bitte sprechen Sie mit dem Arzt, der Sie zur CT überweist.
Er informiert Sie genau darüber, wie Sie sich auf die Untersuchung
vorbereiten können.
Hier noch einige Hinweise:
" wenn Sie Aufnahmen früherer Untersuchungen (auch Röntgenbilder)
haben, bringen Sie diese bitte mit
" bei Untersuchungen des Kopfes und des Halses: Schmuck, Haarspangen,
Brille, Hörgerät und Zahnprothese bitte ablegen oder gleich
zu Hause lassen
" bei Untersuchungen der Bauchregion: Sprechen Sie bitte mit
Ihrem Arzt, wie viele Stunden vor der Untersuchung Sie keine Nahrung
mehr zu sich nehmen sollten
" wenn bei Ihnen ein Kontrastmittel verwendet wird: Trinken
Sie ein bis zwei Stunden vor und nach der Untersuchung ausreichende
Mengen an Flüssigkeit
" außerdem müssen Sie den Arzt auf alle Fälle
wissen lassen, ob Sie früher schon eine allergische Reaktion
auf Kontrastmittel, Jod oder Schalentiere hatten oder ob Sie unter
Asthma leiden
" wenn Sie Diabetes haben und/oder Medikamente nehmen: teilen
Sie dies bitte dem Radiologen oder seinen Mitarbeitern mit
Was
muss das CT Personal alles von mir wissen, um die Aufnahme zu machen?
Vor Untersuchungen des Gehirns, der Halsweichteile sowie des Brust-
und Bauchraums wird Ihnen vielleicht ein Kontrastmittel verabreicht.
Diese Maßnahme trägt zur Verbesserung der Untersuchungsergebnisse
bei - der Arzt kann das CT-Bild leichter und besser beurteilen.
Die meisten Menschen vertragen das Kontrastmittel problemlos und
spüren lediglich ein schnell vorübergehendes Wärmegefühl.
Da das Kontrastmittel Jod enthält, das bei einigen Menschen
allergische Reaktionen hervorruft, sprechen Sie bitte vorher mit
Ihrem Arzt über eventuell bestehende Allergien. Falls Sie sich
während der Untersuchung unwohl fühlen, können Sie
jederzeit das CT-Team ansprechen. Dafür ist in modernen Geräten
eigens eine Sprechanlage eingebaut.
Wenn Sie Diabetes haben und/oder Medikamente nehmen, teilen Sie
dies bitte dem Radiologen oder seinen Mitarbeitern mit.
Eine Schwangerschaft sollten Sie Ihrem Arzt unbedingt mitteilen.
Genau wie andere Röntgenuntersuchungen darf auch eine Computertomographie
während der Schwangerschaft wegen der Strahlenbelastung nicht
durchgeführt werden.
Was
passiert, wenn eine Aufnahme von mir gemacht wird?
Bei der Untersuchung liegen Sie auf einer bequemen Patientenliege
(normalerweise auf dem Rücken). Diese fährt Sie dann langsam
durch die Öffnung der Untersuchungseinheit - der so genannten
"Gantry". Jetzt müssen Sie nur noch auf die Anweisungen
des CT-Personals achten, das Sie zum Beispiel bittet, den Atem kurz
anzuhalten oder bestimmte Körperteile besonders ruhig zu halten.
Während Sie sich in der Gantry befinden, dreht sich das Röntgenstrahlsystem
360 Grad um Sie herum und macht dabei äußerst detaillierte
Querschnittsaufnahmen von Ihrem Körper. Aus den gewonnenen
Daten errechnet der Computer anschließend so genannte Ergebnisbilder.
Auf diese Weise kann das Innere Ihres Körpers sehr zuverlässig
und genau dargestellt und anschließend befundet werden.
Von der Erstellung der Bilder spüren Sie genauso wenig wie
bei herkömmlichen Röntgenuntersuchungen; Sie hören
lediglich ein leises Summen. Während der gesamten Untersuchung
bewegt sich die Patientenliege ein wenig.
Die Dauer einer Computertomographie hängt davon ab, welche
Körperregion untersucht wird. Auch wenn die eigentlichen Aufnahmen
an einem modernen Spiral-CT innerhalb weniger Sekunden entstehen,
müssen Sie mit einer Untersuchungsdauer von insgesamt 15 bis
30 Minuten rechnen. Der Einsatz eines Kontrastmittels verlängert
die Untersuchung. Wenn Sie es beispielsweise trinken müssen,
um den Darmtrakt einzufärben, liegt zwischen Verabreichung
des Mittels und der eigentlichen Computertomographie in der Regel
etwa eine Stunde.
Benötige
ich eine Überweisung für eine CT Aufnahme?
Ja, bitte fragen Sie dazu Ihren behandelnden Arzt.
Muss
ich bei der CT Aufnahme still liegen?
Um zu vermeiden, dass die Bilder unscharf und verwackelt werden,
dürfen Sie den zu untersuchenden Körperteil möglichst
nicht bewegen. Achten Sie daher auf die Anweisungen des CT-Personals,
das Sie zum Beispiel bittet, den Atem kurz anzuhalten oder bestimmte
Körperteile besonders ruhig zu halten.
Generell gilt:
" bei Untersuchungen des Halsbereiches: möglichst nicht
schlucken
" bei Untersuchungen von Bauch- und Brustraum: die Anweisung
"Bitte 15 bis 20 Sekunden lang den Atem anhalten" unbedingt
befolgen - ansonsten werden die Bilder unscharf.
In
welchem Fall macht man eine CT-Aufnahme?
CT unterstützt beispielsweise:
" die Erkennung von Infarkten, Kopfverletzungen, Bandscheibenvorfällen,
Abszessen
" die Lokalisierung von Frakturen (Knochenbrüchen)
" die Bestimmung der Schwere von Verletzungen an Knochen und
Weichteilen bei Traumapatienten; speziell in solchen Fällen
ist ein bildgebendes Verfahren, das eine schnelle Erstdiagnose ermöglicht,
sehr hilfreich
" die Diagnose von krankhaften Veränderungen in verschiedenen
Organen
" die Diagnose oder den Ausschluss von Krankheiten.
Neueste Technologien:
" der Arzt kann mit Hilfe der Computertomographie einen Blick
in die Herzkranzgefäße werfen, ohne dass er dazu einen
Katheter einführen muss
" CT ermöglicht detailgetreue dreidimensionale Abbildungen
vom Inneren des Herzens und von anderen Körperteilen
" die virtuelle Endoskopie - eine computeranimierte Fahrt durch
Blutgefäße und Körperhohlräume - zeigt dem
Arzt beispielsweise den Zustand der Darmwände
" CT-Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung von Lungenkrebs
Warum
manchmal Kontrastmittel?
Damit die Organe genau abgebildet werden können, bekommen Sie
vor manchen Untersuchungen ein Kontrastmittel
Das Kontrastmittel wird meistens problemlos vertragen. Vielleicht
spüren Sie ein Hitzegefühl, das jedoch schnell vorbeigeht.
In extrem seltenen Fällen kann es zu vorübergehendem Brechreiz,
Juckreiz oder Hautausschlägen kommen. Bitte sprechen Sie mit
Ihrem Arzt vorher über bestehende Allergien, und melden Sie
bitte dem CT-Team, falls Ihnen während der Untersuchung unwohl
wird.
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