
Siemens Medical Solutions (Med) ist weltweit einer der größten
Anbieter im Gesundheitswesen. Der Bereich steht für innovative
Produkte, Dienstleistungen und Komplettlösungen. Abgedeckt
wird das gesamte Spektrum über bildgebende Systeme für
Diagnose und Therapie, die Elektromedizin und die Audiologie
bis hin zu IT-Lösungen, die Arbeitsabläufe in Kliniken
und Praxen optimieren und zu einer höheren Effizienz
führen. Zum Angebot gehört auch die Übernahme
des Datenmanagements beim Kunden als Application Service Provider
bis hin zu an spezifischen Krankheitsbildern ausgerichtetem
Prozessmanagement in der Vorsorge, Heilung und Pflege. Med
beschäftigt weltweit rund 31 000 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr
2002 (30. September) erzielte Med einen Umsatz von 7,6 Mrd.
EUR sowie einen Auftragseingang von 8,4 Mrd. EUR.
Siemens Medical Solutions hat für unsere Radiologische
Praxis die Ausstattung für CT, MR, Röntgen, Ultraschall,
Bildnachverarbeitung und Befundung geliefert. Die Auswahl von
Siemens Medical Solutions als unseren Industriepartner war einfach
zu treffen: Siemens bietet neben modernster Gerätetechnologie
als einziger Hersteller auch eine umfassende IT-Lösung
für alle Aufgaben, Anwendungen und Systeme der medizinischen
Bildgebung. Alle Arbeitsplätze vom Diagnosegerät bis
zur Bildnachverarbeitung und Befundung verfügen über
eine einheitliche, klare Benutzeroberfläche nach dem Prinzip
"Einmal lernen, überall anwenden". Verbesserungen
beim Workflow werden nur einmal implementiert und stehen sofort
in allen Bildgebungsmodalitäten zur Verfügung.
Innovationen für die Gesundheit im Informationszeitalter
Erich R. Reinhardt,
Vorsitzender des Bereichsvorstandes Siemens Medical Solutions,
Erlangen
Leistungen der Medizintechnik
Seit der Erfindung der Röntgenstrahlen 1895 durch Wilhelm
Conrad Röntgen ist die bildgebende Diagnostik ein wesentlicher
Bestandteil der Gesundheitsversorgung.
Mit Hilfe der Röntgenstrahlung war es das erste Mal möglich,
Bilder aus dem Inneren des menschlichen Körpers ohne
chirurgischen Eingriff zu gewinnen. Seit dieser Zeit wurden
Röntgensysteme weiterentwickelt und ausgebaut, sowie
um neue Methoden wie Angiographie
und Computertomographie ergänzt. Immer mit dem Ziel,
die diagnostische Aussagekraft zu erhöhen und die Strahlenexposition
zu senken. Weitere Verfahren wie Ultraschall und Magnetresonanztomographie
kamen dazu, die auf anderen physikalischen Effekten beruhen,
um Bilder aus dem Körperinneren zu gewinnen. Das Röntgenverfahren
wurde dadurch jedoch nicht abgelöst. Andere physikalische
Eigenschaften betonen andere Charakteristika des Gewebes und
der Hämodynamik und erweitern, oft komplementär,
die diagnostischen Möglichkeiten.
Moderne Medizintechnik macht sich die neuesten Erkenntnisse
aus Wissenschaft und Technik zunutze, um diagnostische Aussagen
frühzeitiger, treffsicherer und zuverlässiger zu
erhalten. Damit wird erreicht, dass das therapeutische Vorgehen
weniger belastend und zielgerichteter
festgelegt werden kann. Innovationen in der Medizintechnik
haben darüber hinaus die Steigerung der Lebensqualität
bis ins hohe Alter zum Ziel.
Die Medizintechnik steht im Ruf Kostentreiber im Gesundheitswesen
zu sein. Doch das Gegenteil ist der Fall.
Mit nur einem Prozent tragen medizinische Großgeräte
in Deutschland zu den jährlichen Ausgaben für Gesundheit
bei. Darin sind Investitionen und alle Kosten enthalten, die
dem Gesundheitswesen aus der Anwendung dieser Systeme entstehen.
Der Anteil der gesamten elektromedizinischen
Technik an den Ausgaben für Gesundheit wird auf 5% geschätzt
(Bild 1).
Heute sind wir in der Lage, die verschiedenen diagnostischen
Modalitäten mit den therapeutischen Methoden durch moderne
Informations- und Kommunikationstechnologien zu verbinden
und dadurch den Menschen aufgrund umfassender Informationen
zielgerichteter zu
behandeln.
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