
|
|

| |
Unser Jahreskalender 2009 |
|
| |
Damals bin ich die Treppe der Erde
emporgestiegen
zwischen grausem Gestrüpp verlorener Wälder
bis zu Dir, Machu Picchu.
Hohe Stadt aus stufigem Gestein,
endlich Wohnstadt dem, der das Irdische
nicht verbarg in schlafbefallenen Gewändern.
In dir wiegte sich wie zwei parallele
Linien des Blitzes und des Menschen
Wiege in einem Dornenwind
Mutter des Steins, Schaumkrone der Condore.
Der Menschheitsdämmerung hohes Riff.
Pablo Neruda: Der große Gesang (1945) „Die Höhen von Machu Picchu“ |
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
Perú stellt sich für den aufmerksamen Besucher als ein Land vielfältiger Extreme sowohl auf kulturell-historischem, sozialem,
geologischem als auch biologischem Gebiet dar. So sind beispielsweise die insgesamt 66 Millionen Hektar Wald des Landes vor allem im
Amazonas-becken zu finden; Andenhochland und Wüstenregionen wirken hingegen karg und unwirtlich. Das Land ist aufgrund seiner
großen Tropenwaldfläche eines der drei artenreichsten unseres Planeten. Perús Flora umfasst circa 25.000 Arten (etwa 10 % aller Spezies
weltweit), von denen allein 30 % endemisch sind. Die Fauna des Landes schließt unterschiedliche Arten von 462 Säugetieren, 1.815
Vögeln, 395 Reptilien, 408 Amphibien, 2.000 Fischen und 4.000 Schmetterlingen ein.
Zwischen den Küstenstädten am Pazifik wie Lima mit seinen acht Millionen Einwohnern und den Andenhöhen der Cordillera Blanca
bis über 6.700 m sind erhebliche soziale Spannungs-felder spürbar. So fühlt sich ein Teil der Nation als Erbe der spanischen Conquista
nach 1532, ein anderer als Nachfahre alter Hochkulturen und Naturreligionen, ein weiterer als Mischung aus beiden. Hierdurch wird
bei 14 Sprachfamilien sowie mindestens 44 verschie- denen Ethnien und nur spärlich vorhandenen Infrastrukturen die Verständigung
der Menschen untereinander erschwert. Perús Potentiale entfalten sich trotz gewaltiger Reichtümer (insbesondere Bodenschätze) nur
zögerlich. Der Ausspruch „Der Peruaner sitzt auf einem goldenen Stuhl und wähnt sich arm“ unterstreicht diesen Eindruck. Ungeachtet
dessen lag das Wirtschaftswachstum des Landes im vergangenen Jahr bei 10 %.
Es sind hauptsächlich die stolzen Menschen Perús, die das Land so einzigartig machen. Staunend steht man vor den stummen Zeugen der
Chavín (850-200 v. Chr.), Moche (1.-6. Jahrhundert), Chimú (1250-1460) oder Inka (13.-16. Jahrhundert), deren Zauber uns noch heute
in ihren Bann zieht. So erlebt man Perú nicht nur im weltbekannten Machu Picchu als einen magischen Ort historischer Erinnerung von
atemberaubender Schönheit.
Die Aufnahmen des diesjährigen Kalenders entstanden an verschiedenen Orten, unter anderem im Hochland Zentralperus, in Städten wie
Arequipa, Cuzco und Puno, im Urubambatal, Nebelwald, am Titicacasee und natürlich in Machu Picchu.
Ihr
Charles Dewey
Fotografie © Charles Dewey
|
| |
 |
|
|
 |

Bildarchiv

  |
 |

Aktueller Fall

  |
 |

Praxisansicht

  |
 |

Kinderecke

  |
 |

Galerie

  |
 |

Publikationen

  |
 |
 |

Presse/ News

  |
 |
|
 |