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Unser Jahreskalender 2008 |
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Die Arche Noah im Pazifik
Den ersten Eintrag zu Galápagos auf einer Weltkarte verdanken wir dem Erzbischof von Panama. Nachdem er 1535 bei einem Schiffbruch auf dem „völlig unbewohnbaren steinigen Eilande voller Seelöwen und Schildkröten“ gestrandet war, bezeichnete er die Inselwelt in seinem
Bericht als „Archipelago de los Galopegoes“ (span.: Inseln der Schildkröten).
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300 Jahre später, im September 1835, besuchte Charles Darwin auf seiner Südamerikareise (1831–1836) die Inseln. Am 24. November 1859
erschien sein Werk „Die Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtwahl“, mit dem er die Basis der modernen Evolutionstheorie schuf. Seine Überzeugung: “I am convinced that natural selection has been the most important, but not the exclusive, means of modification” ist aktueller
denn je und kaum eindrucksvoller als auf Galápagos zu spüren. Inzwischen leben rund 30.000 Menschen auf dem Archipel, die Zahl der
Touristen, derzeit sind es ca. 140.000 pro Jahr, steigt. Die UNESCO hat Galápagos auf die Rote Liste des bedrohten Weltkulturerbes gesetzt.
Die Inseln des Vulkanarchipels stellen sich dem Besucher in faszinierender Vielfalt dar. Schroffe Felsen, Vulkane umgeben von breiten Lavafeldern
in bizarrer Formation, karge Vegetation und weiße Sandstrände bestimmen das Bild. Am meisten beeindruckt jedoch die unglaubliche
Artenvielfalt der Tiere, die den Menschen ohne jede Scheu betrachten. So nimmt man unwillkürlich für einen kurzen Moment an ihrem
Leben teil und beginnt zu verstehen, wie kostbar und sensibel diese Natur ist.
Deshalb ist dieser Kalender den Darwinfinken, Meer- und Lavaechsen, Leguanen, Pinguinen, Blaufuß- und Maskentölpeln, Kormoranen,
Fregattvögeln, Flamingos, Pelikanen, Albatrossen, Bussarden, Robben und Schildkröten – kurz gesagt allen Tieren dieser vielleicht letzten
Arche Noah unserer Erde gewidmet. Die Aufnahmen entstanden im August 2007 auf den Inseln North Seymour, South Seymour, Santa Fé,
Santa Cruz, Española, Floreana, Isabela, Fernandina und Santiago.
Darwin gab uns bereits Mitte des 19. Jahrhunderts auf den Weg: „Alles, was gegen die Natur ist, hat auf die Dauer keinen Bestand.“ Es wird
Zeit, sich nicht nur daran zu erinnern sondern v.a. zu handeln. In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein erfolgreiches Jahr 2008!
Ihr
Charles Dewey
Fotografie © Charles Dewey
Jahreskalender 2007
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