Häufig gestellte Fragen zu Magnetresonanztomographie
Was
ist MRT?
MRT ist ein Verfahren, um auf einfache Weise ins Körperinnere
zu sehen. Ein MR-Scanner verwendet keine Röntgenstrahlen, sondern
ein Magnetfeld und Radiowellen, um außergewöhnlich klare
Bilder des Kopfes, der Wirbelsäule, der Gewebestrukturen oder
anderer Teile des Körpers zu erzeugen. Diese Bildgebungstechnik
ist nichtinvasiv.
Was
ist der Unterschied zwischen T1 und T2?
Da verschiedene Gewebetypen unterschiedliche T1-Relaxationen zeigen,
kann die MR-Bildgebung diese Unterschiede als Bildkontrast darstellen.
Der diagnostische Nutzen dabei ist, dass das pathologische Gewebe
eine andere Wasserkonzentration als das umgebende Gewebe besitzt
und damit andere relaxationskonstanten. Diese Unterschiede werden
als Kontrast im MR-Bild sichtbar. T1 ist ein Maß für
den Aufbau der Längsmagnetisierung. T1 ist gewebeabhängig.
Diese Eigenschaft wird für den Kontrast im MR-Bild ausgenutzt.
Ursache für die T1-Relaxation sind lokale Magnetfeldschwankungen,
die durch die Molekularbewegung hervorgerufen werden. Am stärksten
wirken Magentfeldschwingungen im Bereich der Larmorfrequenz. Unter
ihrem Einfluss wechseln die Protonen ihren Spinzustand. Nach einem
90 Grad-Puls entsteht eine rotierende Quermagnetisierung, die das
MR-Signal erzeugt. Diese Signal klingt schnell wieder ab. Die Quermagnetisierung
geht wieder verloren. Die Zeitkonstante dieser Querrelaxation nennt
man T2.
Sind
MR Scanners gefährlich?
Diese Bildgebungstechnik ist nichtinvasiv. Je nachdem, welche Informationen
Sie benötigen, muss vor dem MR Scan eventuell Kontrastmittel
intravenös gespritzt werden, um bestimmte Strukturen im Körper
besser darstellen zu können. Dieses wird dem Patienten von
einer/m speziell ausgebildeten MTRA verabreicht.
Was
versteht man unter Feldstärke?
Jedes Magnetfeld besitzt eine Kraftwirkung auf magnetische und magnetisierbare
Teilchen. Die Verteilung dieser Kraftwirkung symbolisiert man durch
magnetische Feldlinien. Die Stärke dieser Kraft an jedem Ort
des Raumes nennt man magnetische Induktion. In der MR-Technik hat
sich der Begriff Magnetische Feldstärke eingebürgert.
Ihre Einheit beträgt 1 Tesla, das ist etwa 20.000 mal so stark
wie das Magnetfeld der Erde. Ein Magnetfeld, das überall die
gleiche Feldstärke besitzt, nennt man homogen. Die Feldlinien
eines homogenen Feldes zeichnet man konsequenterweise als parallele
Geraden. Ein Magnetfeld, das sich nicht ändert, nennt man statisch.
Warum
gibt es offene und geschlossene MR Systeme?
Die Nachteile der röhrenförmigen Systeme führt dazu,
neue Wege zu beschreiten, um offene, patientenzugänglichere
Systeme zu bauen. Sie ermöglichen ebenso wie die röhrenförmigen
Systeme die Untersuchung aller Körperregionen. Offene Systeme
eignen sich darüber hinaus vor allem für interventionelle
Verfahren und beispielsweise für Bewegungsstudien der Gelenke.
Bis zu drei Seiten werden bei offenen Systemen für einen direkten
Zugang offen gehalten. Durch ihre Bauweise besitzen sie in den meisten
Fällen eine geringere Feldstärke und geringere Homogenität
als röhrenförmige Systeme.
Wie
bereite ich den Patienten auf eine MR Untersuchung vor?
Jegliche metallische Substanz am oder im Körper des Patienten
kann die Qualität der Diagnosebilder beeinträchtigen.
Wenn die metallischen Teile in das magnetische Feld gelangen, kann
dies auch zu Unbehagen oder Verletzungen führen. Bitte überprüfen
Sie unbedingt eine bestehende Schwangerschaft.
Was
muss das MR Personal alles vom Patienten wissen, um die Aufnahme
machen
zu können?
Hat Ihr Patient Aneurysmenclips, einen Herzschrittmacher, einen
implantierten Kardioverter-Defibrillator, ein elektromagnetische(s)
oder magnetisch aktivierte(s) Implantat bzw. Prothese, ein Neurostimulationssystem,
einen Rückenmarkstimulator, ein Cochleaimplantat oder implantiertes
Hörgerät, eine Insulin- oder Infusionspumpe, ein implantiertes
Medikamenteninfusionsgerät, irgendeine Prothese, irgendein
Implantat, eine künstliche bzw. prothetische Extremität,
Metallsplitter oder Fremdkörper, ein externes oder internes
Metallobjekt, ein Hörgerät? Sollte Ihr Patient eins oder
mehrere dieser Punkte haben, müssen Sie dies dem Personal unbedingt
vor der Untersuchung mitteilen.
Ist
eine MR Aufnahme im Grunde genommen nicht das gleiche wie eine CT
Aufnahme?
MR und CT sind beides Schnittbildverfahren. MR funktioniert im Vergleich
zu CT jedoch ohne Röntgenstrahlung, sondern mittels eines Magnetfeldes
und Radiowellen.
Benötigt
der Patient eine Überweisung für eine MR Aufnahme?
Ja, wenn möglich schicken Sie bitte auch Voraufnahmen und/oder
Vorbefunde/Epikrisen mit.
Wie
erfahre ich das Ergebnis, wenn eine MR Aufnahme von meinem Patienten
gemacht wurde?
Sie erhalten den Befund ist Schrift- und Bildform von uns.
Muss
der Patient bei der MR Aufnahme still liegen?
Um möglichst klare Bilder zu erhalten, ist es wichtig, dass
der Patient sehr ruhig und entspannt liet. In manchen Fällen
wird er gebeten, bis zu 30 Sekunden lang den Atem anzuhalten. Jegliche
Bewegung, insbesondere des Kopfes und Rückens, selbst die Bewegung
des Kiefers beim Sprechen während des Scans verschlechtert
die Bildqualität erheblich.
In
welchem Fall macht man eine MR Aufnahme?
Der primäre Anwendungsbereich ist die Darstellung der Morphologie,
der Gewebestrukturen in einer Serie von Schnittbildern durch den
Körper.
Die MR Bildgebung zeichnet sich durch drei große Vorzüge
aus: hervorragender Weichteilkontrast mit hoher Bildauflösung,
Darstellung mehrerer Schichten und schräge Schnittführung,
keine ionisierende Strahlung. Mit modernen MR-Systemen lässt
sich der gesamte Körper schnell von Kopf bis Fuß untersuchen.
Beispielsweise ist eine Aufnahme der vollständigen Wirbelsäule
in nur zwei Schritten möglich.
Die Kardiovaskuläre MR-Bildgebung profitiert besonders von
der Stärke der Magnetresonanztomographie, Schnittbilder beliebiger
Orientierung mit hoher räumlicher und zeitlicher Auflösung
zu erzeugen. Voraussetzung für eine aussagekräftige Darstellung
sind leistungsfähige Gradienten, hervorragende Pulssequenzen
und eine robuste, schnelle Hardware.
Die kontrastverstärkte MR-Angiographie hat große Fortschritte
gemacht. Eine exzellente Detailzeichnung der Blutgefäße
wir in nur wenigen Sekunden Messzeit erreicht.
Die MR-Bildgebung hat auch Einzug in die Gastroenterologie genommen.
Bestimmte Pulssequenzen ermöglichen sowohl die Darstellung
anatomischer Details als auch dynamische angiographische Information.
Hochauflösende Bilder mit guten Kontrast sind die Grundlage
für eine präzise Befundung auch bei der Darstellung von
Gelenken und Gelenkspalten.
Eine revolutionäre Anwendung der MRT ist die funktionelle
Neurobildgebung.
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